Die feinen Finger brausen blitzschnell über die Geigenseiten, das romantisch zerzauste, dunkle Haar fällt über die wohltrainierten Schultern. Im Publikum geht ein verzücktes Raunen durch die Reihen. Als „Teufelsgeiger“ wurde Niccolò Paganini mit seinen furiosen Geigenkünsten bereits zu Lebzeiten zur Legende. Im gleichnamigen Film gibt Stargeiger David Garrett sein Schauspieldebüt.
Kleine Familie, große Oper
Thomas Hampson und Luca Pisaroni lernten einander in Salzburg kennen. Diesen Sommer singen beide in der Festspielstadt. Ein Gespräch über intelligentes Theater und Reisen mit Hunden.
Liebe, Verzweiflung und der Mond
Nach wochenlangen Proben, kam er doch noch, der Anruf: David Daniels, der Hauptdarsteller in „Radamisto“ war erkrankt, ausgerechnet vor der letzten Aufführung. Rupert Enticknap erinnert sich noch ganz genau, es war frühmorgens und die Überraschung groß. Nervosität? Natürlich, schließlich sollte es der erste Auftritt im Theater an der Wien sein und das gleich in einer Titelrolle. Doch der Sprung ins kalte Wasser sollte sich lohnen: eine fulminante Feuertaufe für den 26-jährigen und ein wichtiger persönlicher Erfolg.
Primadonna, Priesterin und Pfingstintendantin
Sie begann ihre Karriere mit Mozart und Rossini, heute gilt Cecilia Bartolis große Liebe der unbekannten Barockmusik. Und wenn die Bartoli ein neues Album veröffentlicht, dann steckt meist mehr dahinter, als einfach nur schöne Musik. Ihre CDs sind Entdeckungsreisen in überraschende musikalische Welten. Die Neugierde treibt sie an und ihre unerschütterliche Liebe zur Musik. Zuletzt huldigte sie Agostino Steffani und präsentierte ein Album mit Arien des vergessenen frühbarocken italienischen Komponisten. Dazu gehört Mut zum Risiko, doch die Bartoli kann es sich leisten – das Publikum liebt sie nicht nur für ihre starke Bühnenpräsenz im Theater; über acht Millionen verkaufte Tonträger machen sie zu einer der wenigen auch kommerziell erfolgreichen Sängerinnen unserer Zeit.
„Ich war kurz davor das Handtuch zu schmeißen!“
Die Osterfestspiele sind tot, es leben die Osterfestspiele! Nach dem Finanzskandal (getürkte Rechnungen, ein Schaden von bis zu zwei Millionen Euro und ein versuchter Suizid) und dem plötzlichen, sehr unfeinen Abgang des Haus- und Hoforchesters des Festivals (die Berliner Philharmoniker bespielen seit dieser Saison das Osterfestival in Baden-Baden), weht heuer ein frischer Wind in der Residenzstadt Salzburg.
Friss oder stirb

Erdbeere “Elsanta” (Foto: Klaus Pichler)
Produktionsort: San Giovanni Lupatoto, Verona, Italien
Produktionsart: Foliengewächshaus; Transportweg: 741 km; Transportart: LKW
CO2- Bilanz: 0,35 kg; Wasserbedarf: 348 l
Preis: 7,96 € / kg
Diese Zahlen sind eine Verhöhnung. Laut einer UNO-Studie aus dem Jahr 2011 wird im Durchschnitt ein Drittel der gesamten Lebensmittelproduktion weggeworfen. Das sind unvorstellbare 1,3 Milliarden Tonnen Nahrungsmittel. In Österreich untersuchte die Wiener Wissenschaftlerin Felicitas Schneider die Filiale eines österreichischen Diskonters: täglich landen dort 45 Kilo Lebensmittel im Müll.
Von innen heraus
Magazin der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien
Er war Chefdirigent in Oslo, Stockholm, Dresden, San Francisco und Leipzig – und ist längst das, was man einen Grandseigneur nennt: Herbert Blomstedt. Im März dirigiert der 85-Jährige das Gustav Mahler Jugendorchester. Miriam Damev hat ihn in seiner Wahlheimat Luzern besucht.
Die Magie des Augenblicks
„Das Wunder von Wien“, schrieb die österreichische Tageszeitung der Standard im Jahr 2004 über Andrés Orozco-Estrada. „Das Debüt des Jahres, vielleicht sogar des Jahrzehnts“, hieß es weiter im Text. „Jeder fähige Orchestermanager sollte den Mann vom Fleck weg engagieren“. Überschwängliches Lob, in der durchaus kritischen Musikmetropole, für den damals noch unbekannten Dirigenten aus Kolumbien und eine fulminante Feuertaufe für den 27-jährigen. Fast zehn Jahre ist das jetzt her und Andrés Orozco-Estrada erinnert sich immer noch an jede Minute. An den Anruf, ob er im Wiener Musikverein kurzfristig beim Tonkünstlerorchester einspringen könne, keine 24 Stunden vor dem Konzert.
Mit dem Lied durch Wald und Flur
Für Brot und Wein bringt Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager das Lied unter die Leut’ . Angelika Kirchschlager tourte mit einem Liederprogramm durch die Provinz. Ein Buch erzählt von dieser speziellen Reise.
Berauschend sinnlich
Wenn sie das Podium betritt, dann steht plötzlich die Zeit still. Khatia Buniatishvili ist ein Phänomen, eine Naturgewalt. Temperament und Leidenschaft paaren sich bei der 25-jährigen Pianistin aus Georgien mit hellwacher Intelligenz und reifer Gestaltungskraft. Wenn Khatia Buniatishvili spielt, dann mit Körper, Geist und Seele. Ihr Leben ist die Musik. Musik als intimes Zwiegespräch und rauschhafter Zustand, als Gefühl der Extase und der grenzenlosen Freiheit.








